LV Angewandte Fotografie - Themenfotografie
Eine Lehrveranstaltung der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) - Wintersemester 25/26
Vortragender: Anton Stefan
Beschreibung
• Historische Entwicklung der Fotografie von den Anfängen bis heute.
• Technische und physikalische Grundlagen der Fotografie (Gehäuse, Objektiv, Blende, Zeit, Filmempfindlichkeit, Belichtung)
• Grundlagen der Fotopsychologie und Farbpsychologie
• Bildgestaltung und Bildaufbau mit praktischen Übungen
• Heranführen an die Autorenfotografie durch diverse praktische Übungsaufgaben
• Themenfotografie – Übungen zu ausgewählten Themen und Anwendung des theoretischen Wissens anhand von Praxisbeispielen
• Erstellung einer Projektmappe zu einem bestimmten Thema
• Erstellen von Prints und Präsentation von Bildern
• Grundlagen der Bildverarbeitung
Thema Portrait
Aufgabe1
Freigestelltes Portrait mit Brennweite 70-105
Gestaltungsmittel Drittelregel und Diagonale Linien
Bewertung 5/5
Aufgabe2
Querformat f 35mm
Umfeld einbezogen
Gestaltungsmittel Goldener Schnitt und Diagonale Linien
Bewertung 5/5
Thema Bewegung
Bewertung: 5/5
Aufgabe1
eingefrorene Bewegung
Umsetzung: "Splash" Beleuchtung Sonnenlicht, t=1/6500s
Aufgabe2
Bewegungsunschärfe
Umsetzung: "Karate Sparring" Beleuchtung 2x LED Dauerlicht, t=1/60s
Aufgabe3
Objekt scharf, Bewegungsunschärfe im Hintergrund
Umsetzung: "Linienbus" available light, t=1/15s
Thema: Stadtlicht / Architektur
Thema: Musik
Abschlussarbeit Thema: Schönheit
Schönheit ist kein fest umrissener Begriff, sondern ein vielschichtiges, subjektives Phänomen. Oft erschließt sie sich unmittelbar, manchmal jedoch bleibt sie dem menschlichen Auge verborgen und muss erst sichtbar gemacht werden. Die Astrofotografie ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel: Erst durch lichtstarke Teleskope, lange Belichtungszeiten und das Sammeln unzähliger Photonen entstehen Bilder, die Farben, Strukturen und feinste Filamente entfernter Galaxien offenbaren. Diese visuelle Fülle kann das menschliche Auge aufgrund seiner physiologischen Grenzen nicht wahrnehmen – insbesondere im Dunkeln, wo Farben verschwinden.
Ähnlich verhält es sich mit extrem schnellen Vorgängen. Der ästhetische Moment eines zersplitternden Objekts beim Aufprall einer Gewehrkugel, in dem sich innere Spannungen schlagartig entladen, entzieht sich der direkten Wahrnehmung. Erst Hochgeschwindigkeitsfotografie oder extrem kurze Belichtungszeiten machen diese flüchtige, reale Schönheit sichtbar. Fotografie erweitert damit unsere Wahrnehmung und eröffnet neue Zugänge zur verborgenen Ästhetik der Welt.